Diakonie

 

Das Verhältnis von Kirche und Diakonie


 

Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben. Sie richtet sich in ökumenischer Weite an Einzelne und Gruppen, an Nahe und Ferne, an ChristInnen und NichtchristInnen.
(aus: Präambel der Satzung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland)

Folgende Texte illustrieren das Verhältnis von Kirche und Diakonie:


 

Aus den Leitlinien des Diakonischen Werkes Bonn und Region - gemeinnützige GmbH:

Vorwort: „Diakonie ist Wesensäußerung des christlichen Glaubens und Praxis der Liebe zum Nächsten. (…) Diakonie ist Kirche, kirchliche Wesens- und Lebensäußerung.“

1.2. Kirche und Diakonie: „Diakonie folgt dem Vorbild und Auftrag Jesu Christi. Gemeinsam mit der Verkündigung durch das Wort und der Seelsorge ist sie als Verkündigung durch die Tat einer der drei Grundpfeiler der christlichen Kirche.
Kirche und Diakonie sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Kirchengemeinde ist immer auch ein Ort für diakonisches Handeln, denn Verkündigung durch Wort und Tat bilden eine Einheit.
Neben den diakonischen Angeboten der einzelnen Kirchengemeinden sind es zunehmend die übergemeindlichen Diakonischen Werke und Einrichtungen, die originär kirchlich-diakonische Aufgaben übernehmen und dadurch das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit prägen.
Als Diakonisches Werk nehmen wir den Auftrag Jesu Christi wahr, die helfende Zuwendung Gottes zu den Menschen weiterzugeben. Das ist unser spezifischer Beitrag zur Stärkung unserer evangelischen Kirche als diakonischer Kirche.“

4. Auftrag: „Das Diakonische Werk ist Teil der evangelischen Kirche und damit christlichen Grundpositionen verpflichtet und auf der Grundlage kirchlicher Positionen und Beschlüsse tätig. Es arbeitet eng mit den Kirchengemeinden zusammen.“

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Den vollständigen Text der Leitlinien des Diakonischen Werkes finden Sie hier.


 

Aus dem Evangelischen Profil des Diakonischen Werkes Bonn und Region – gemeinnützige GmbH:

„Unser Diakonisches Werk ist angewiesen auf die Kirchengemeinden und umgekehrt. Das eine ist nicht ohne das andere denkbar. Beide arbeiten zusammen und ergänzen sich zum Wohle der Menschen.“ (Ev. Profil 2.2)
„Diakonie übernimmt Anwaltschaft für Not leidende, Benachteiligte und Kranke. Dies ist ihr spezifischer Beitrag zum missionarischen Auftrag der Kirche.“ (Ev. Profil 4)

In der Diakonie macht sich Kirche stark für andere. Sie ist Ausdruck der sozialen Arbeit der Kirche.
Diakonie ist Lebens- und Wesensäußerung der Kirche in unvergleichlicher Kontinuität. D.h.: Diakonie und Kirche gehören untrennbar zusammen.
Bei allen zeitbedingten Wandlungsprozessen in der Ausgestaltung der diakonischen Arbeit bleibt das Selbstverständnis der Diakonie als Lebens- und Wesensäußerung der Kirche die Grundlage, ein unveränderliches, beständiges Element.

Diakonisches Handeln ist seit ihren frühen Anfängen Bestandteil der Kirche. Die Diakonie gründet im christlichen Glauben und ist Ausdruck der tätigen christlichen Nächstenliebe in der Nachfolge Jesu Christi.
Diakonie wird auch bezeichnet als ‚Verkündigung des Evangeliums durch die Tat’.

Den vollständigen Text des Evangelischen Profils des Diakonischen Werkes finden Sie hier.