Begriff Diakonie
Der Begriff „Diakonie“(vom griechischen diakonein) bezeichnet die urchristliche Grundhaltung, denen zu helfen, die der Hilfe bedürfen. Die eigenen Gaben werden zum Nachteilsausgleich für andere eingesetzt.
Bei der ersten diakonischen Tätigkeit, die die Bibel als solche benennt, geht es darum, für Verteilungsgerechtigkeit bei Tisch zu sorgen (s. Apostelgeschichte 6,1-4).
Die gerechte Verteilung der Lebens-Mittel ist aber nur ein Aspekt der Diakonie. Mit Diakonie ist vielmehr die Grundhaltung helfender Zuwendung zur/zum Nächsten überhaupt gemeint. Diese Grundhaltung geht auf Jesus Christus zurück. Er selbst verstand sich als Diener und setzte seine ihm von Gott gegebenen Gaben für die Menschen ein, die Hilfe benötigten. In seiner heilsamen Zuwendung erfuhren sie Gottes Liebe.
Mit seinem Vorbild begründet Jesus den Anspruch an seine JüngerInnen, diese erfahrene Zuwendung weiterzugeben, d.h.: dem diakonischen Prinzip gemäß zu leben.
Bibeltexte, in denen Jesus von der diakonischen Nachfolge spricht finden Sie hier.
In den biblischen Texten macht Jesus den christlichen Auftrag deutlich, den einzelnen Menschen in seiner einmaligen Lebenssituation im Blick zu behalten und sich an dem zu orientieren, was seinem Besten dient – dazu gehört es heute auch, an Strukturen und Ordnungen mitzuarbeiten, die das Gemeinwohl entsprechend befördern.